Freiwilliges Engagement

Im Einsatz als Freiwilligenkoordinatorin


 „Ehrenamt macht für alle Sinn und erhöht die Lebenszufriedenheit, bereichert dein Leben und das Leben anderer!“
 
Margarethe Maria Rogl hat vor zehn Jahre begonnen, die Freiwilligenarbeit am Caritas-Standort St. Isidor in Leonding aufzubauen. Sie etablierte dank vieler Freiwilliger eine Reihe von Unterstützungs- und Zusatzleistungen für die Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen. Vor kurzem hat sie ihre Funktion an Lisa Kainz übergeben.
 
Wie hat Freiwilligenarbeit in St. Isidor begonnen?
2009 wurde das „Internationale Jahr des Ehrenamtes“ ausgerufen. Diese Initiative gab den Anstoß auch in St. Isidor Freiwilligenarbeit zu forcieren. Meine bevorstehende Pensionierung als Caritas-Mitarbeiterin war damals der Anlass, mich zu bitten, die Aufgabe als Freiwilligenkoordinatorin zu übernehmen.
 
Was hat dich motiviert, die Freiwilligenarbeit nach Pensionsantritt zu übernehmen?
Ich arbeitete immer sehr gerne und konnte den Erfolg meiner Bemühungen spüren. Es freut mich zu sehen, wenn jemand durch mein „Zeitschenken“ Glück erlebt. Auch die Zusammenarbeit mit den KollegInnen war mir ein wichtiges Anliegen. So fiel es mir nicht schwer „ja“ zu einem Tag pro Woche in St. Isidor zu sagen.

Welche Erlebnisse sind dir besonders in Erinnerung geblieben?
Eine junge Frau meldete sich bei mir und war auf der Suche nach „mehr Sinn“ in ihrem Leben und wurde durch meine Vermittlungsaktivitäten fündig: Sie verbringt nun schon jahrelang zweimal die Woche einen Teil ihrer Freizeit mit den 5- bis 14-jährigen Kindern, die in St. Isidor wohnen. Sie spielt und malt mit ihnen, liest ihnen vor, begleitet sie bei Ausflügen.

Eine pensionierte Lehrerin gab zwei Mädchen über längere Zeit einmal pro Woche Nachhilfe in Englisch. Sie erzählte gegen Ende des Schuljahres über den Spaß an ihrer Arbeit und die Freude darüber, dass die von ihr begleiteten Mädchen den positiven Schulabschluss geschafft hätten. Sie sei nun selbst auf den Geschmack gekommen, sich in Englisch weiterzubilden und wird gerne nach Abschluss ihrer Ausbildung wieder in St. Isidor anklopfen.

Eine ehemalige, freiwillige Mitarbeiterin rief mich nach Jahren an und erzählte mir, sie sei nun selbst Mutter geworden. Sie sei sehr dankbar für die verbrachte Zeit im Kinderhotel und auch dafür, dass sie durch sinnerfüllende Aufgaben helfen durfte. Von dieser ehrenamtlichen Zeit profitiere sie nun, wo sie selbst Mutter ist und sei sehr dankbar für diese Erfahrung!

Was sind Herausforderungen als Freiwilligenkoordinatorin?
So verschieden die Aufgabengebiete in St. Isidor sind, so verschieden sind auch die Vorstellungen der Freiwilligen. Die Herausforderung ist, dass man die Erwartung von Freiwilligen und die der Caritas-MitarbeiterInnen, dich sich durch Unterstützung Entlastung erhoffen, optimal zusammenbringt. Die freiwilligen MitarbeiterInnen wollen entsprechend ihrer Interessen und Neigungen eingesetzt werden. Freiwilligenarbeit verläuft dort erfolgreich, wo beide Seiten einen großen Nutzen aus der Zusammenarbeit ziehen können. Sehen „Ehrenamtliche“ in ihrer freiwilligen Arbeit keinen Sinn mehr, sind sie so schnell wieder weg, wie sie gekommen sind.
Es war für mich mitunter eine große Herausforderung diesen gordischen Knoten zur Zufriedenheit aller Beteiligten zu lösen.

Hast du einen Tipp, wie die Freiwilligenarbeit gut gelingt?
Die KoordinatorInnen müssen die Bedürfnisse der betreuten Menschen, Strukturen und Aufgabenbereiche in der Caritas gut kennen, in denen Freiwillige eingesetzt werden sollen. Auf der anderen Seite muss man aktiv Zuhören und die richtigen Fragen stellen, um die individuelle Motivation des Freiwilligen herauszufinden.

Wie erlebst du den Abschied von St. Isidor?
Meine insgesamt siebzehn Jahre in St. Isidor erlebte ich als eine sehr beglückende, wertvolle und sinnstiftende Zeit. Ich gehe dankbar weiter und bin offen für das, was sich mir zeigt!

Wir bedanken uns herzlich für die wertvolle Arbeit und wünschen weiterhin viel Freude in der Zukunft bei den vielfältigen Interessen!

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